Rückblick 2014

 

Rückblick 2014

 

 

26. November 2014

Jahresabschluss

Der letzte Stammtisch in 2014 war gedacht als Jahresabschluss, Adventsfeier sowie siebenjähriges Jubiläum. Das Nebenzimmer war wie meist bei den Stammtischen gut besetzt,

die sinnige Tischdekoration mit kleinen Geschenken für jedermann ließ vorweihnachtliche Stimmung aufkommen.

Ruth Eisinger gab einen Rückblick auf die zahlreichen Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres, in einer kurzen Vorschau auf 2015 wurden die geplanten Themen nebst Referenten zu den nächsten Stammtischen vorgestellt. Ruth wies zusätzlich darauf hin, dass der Stammtisch in diesem Jahr sein siebenjähriges Bestehen feiern konnte.

Zwei Stammtischmitglieder bedankten sich im Anschluss im Namen aller mit Präsenten bei Ruth und Marita als „perfekte Macherinnen des Stammtisches“ für die geleistete Arbeit, für die immer sehr gelungene Auswahl der Referenten, für die perfekte Organisation der jeweiligen Veranstaltungen, für die Schaffung der allseits bestehenden Harmonie.

Ein Mitglied las danach aus selbst verfassten Anekdoten Verschiedenes vor, welches die verbleibende Zeit bis zum gemeinschaftlichen Essen verkürzte.

Der übliche Informationsaustausch, gutes Essen und Trinken war zu aller Zufriedenheit, man freut sich auf die Stammtische im neuen Jahr.

 

 

 

Mittwoch, 29.10.2014

An diesem Stammtischabend war Frau Sabine Ahrendt bei uns zu Gast. Sie ist

Parkinson Nurse am Uniklinikum in Freiburg.

Das vielleicht noch etwas unbekannte Berufs- und Tätigkeitsbild einer Parkinson Nurse wurde durch ihre

Ausführungen den Teilnehmern verständlich gemacht.

Mit dem Begriff Parkinson Nurse wird eine speziell ausgebildete Pflegekraft bezeichnet, die sich um alle spezifischen Belange der Unterstützung und Versorgung von Parkinson Patienten kümmert.

Durch ihre gute Fachkenntnisse über Parkinson ist sie nicht nur Ansprechpartner für Patienten,

sondern auch für Ärzte und Pflegekräfte.

Sie ist auch in der Parkinson- Ambulanz, wenn es um Hirnstimulation und Pumpentherapie geht,

beratend tätig.

Bei Problemen der Medikation bei Parkinson Patienten vor oder nach einer Operation, sind ihre

Kenntnisse sehr hilfreich. Frau Sabine Ahrendt hat Möglichkeiten, sowohl Betroffenen wie auch Angehörigen,bei Fragen rund um Parkinson zu helfen.

Ferner will sie auf die pflegerischen Probleme im stationären wie im ambulanten Bereich immer wieder

gestaltend einwirken.

Hier sind vermeidbare Schwierigkeiten und Komplikationen die das komplexe Krankheitsbild von

Parkinson mit sich bringt am besten zu handhaben.

Für Frau Ahrendt ist es ein wichtiger Aspekt Betroffene, Angehörige und Pflegekräfte zu unterstützen.

Sie war deshalb bei uns im Stammtisch ein gern gesehener Gast.

Frau Sabine Ahrendt hat auch Telefonsprechstunden am Neurologischen Universitätsklinikum

In Freiburg.

 

 

 

Mittwoch, 24.09.2014

Dieses Mal ein Stammtisch ohne angekündigten Referenten, viele Stammtischler im Urlaub, deswegen auch geringe Beteiligung. War dennoch ein kurzweiliger Abend: amüsante Spiele von Gretel arrangiert sowie ein sehr interessanter Bericht unseres Heilbronner Parkis über eine 2000-km Radtour von Bari nach Göppingen sowie der übliche Informationsaustauch. Natürlich soll das Schmackhafte aus der Küche auch nicht unerwähnt bleiben.

 

 

Mittwoch, 25.06.2014

Vortrag über neuropsychiatrische Störungen

und Vorstellung der laufenden MRT-Studie.

Referentin: Dr. med. Katharina M. Kubera, Universitätsklinikum Heidelberg

 

Allgemeine Aspekte:

 

-Auftreten nicht selten auch bei jüngeren Patienten.

-Zunahme mit Krankheitsdauer und Alter.

-Die Auswahl der Medikation muss entsprechend auf diese Aspekte abgestimmt werden.

-Verschlimmerung der Symptomatik unter Stress und Druck.

-Depressive Störungen schon früh im Verlauf der Krankheit.

-Impulskontrollstörungen.

 

1.) Depression:

-Erkennen der Depression mittels standardisiertem Fragebogen.

-Bewertung mit ICD-10 System (Hauptsymptome + Nebensymptome).

-Abgrenzung der Morbus Parkinson Depression zu einer „normalen“ Depression.

-Abstimmung der Depressions-Medikamente auf die Morbus Parkinson Medikamente.

-Psychotherapie + Psychoedukation.

-TMS (Transkranielle Magnetstimulation) und EKT (Elektrokrampftherapie oder Elektrokonvulsionstherapie)

-Psychotherapie: a) Entwicklung von Kompensationsstrategien.

b) Kognitive Umstrukturierung.

c) Training sozialer Kompetenzen.

d) Paarberatung.

 

2.)Impulskontrollstörungen und abnormes repetitives Verhalten:

-Spielsucht.

-Hypersexualität.

-Kaufsucht.

-Spielsucht.

-Punding (nicht sinngerichtetes, sinnloses Verhalten, meistens in Bezug auf Hobbys).

-Die Therapie erfolgt meistens mit niedrig dosierten Neuroleptika.

-Zusätzlich Verhaltenstherapie.

-Amantadin kann ebenso eingesetzt werden.

 

3.)Halluzinationen:

-Ca. 75 % sind im Verlauf der Erkrankung betroffen.

-Die Therapie erfolgt mit atypischen Neuroleptika. (Clozapin / Quetiapin)

-ständige Kontrolle bezüglich Einfluss der Neuroleptika auf die Motorik.

 

Am Schluss stellte Frau Dr.Kubera noch eine neue Studie vor, die am Uniklinikum Heidelberg beginnen soll.

Titel: „ Im Kopf herrscht niemals Ruhe“.

 

In dieser Studie wird die Hirnstruktur und Hirnfunktion mittels MRT auf Veränderungen bei Morbus Parkinson untersucht. Weiterhin soll die Studie auch der Unterscheidung zwischen Morbus Parkinson und atypischen Krankheitsbildern wie zum Beispiel MSA dienen.

 

 

Mittwoch, 28.05.2014

Medikamente und Nebenwirkungen

Wieder ein bis auf den letzten Platz besetzter Stammtisch. Gastreferent war Herr Prof. Dr. med. Wolfgang Jost, welcher seit ca. einem Jahr die Parkinsonklinik Wolfach leitet.

 

In einem sehr informativen Referat wies Dr. Jost u.a. darauf hin, welche Medikamente sich bei Einnahme gegenseitig behindern, wie die individuelle Dauer der Wirkungsweise von Medikamente den Einnahmerhythmus beeinflusst. Dr. Jost führte weiterhin aus, dass ein sofortiger Therapiebeginn bei Diagnoseerstellung eine höhere Lebensqualität erbringt als gegenüber Nichtbehandlung.

 

Im Hauptteil seiner Ausführungen stellte Dr. Jost die Liste der aktuellen Parkinsonmedikamente vor. Im Einzelnen ging er auf die jeweilige Wirkungsweise des Medikaments, die Verträglichkeit mit anderen Medikamenten und die Nebenwirkungen ein.

 

Nach ca. einer Stunde ging der höchst interessante Vortrag von Dr. Jost in Fragen der Anwesenden über, wobei es hauptsächlich um die persönliche Medikamenteneinnahme ging.

 

 

Mittwoch, 30.04.2014

Da der Vortrag von Frau Dr. med. Kubera kurzfristig auf den Juni-Stammtisch verschoben werden musste, nutzten wir die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.

 

 

 

Mittwoch, 26.03.2014

Therapiekontrolle bei Morbus Parkinson

Ein bis auf den letzten Platz besetzter Stammtisch war gespannt auf die Ausführungen von Professor Dr. Ronald Blechschmidt-Trapp von der Hochschule Ulm, Fakultät Medizintechnik, über obiges Forschungsobjekt.

 

Professor Blechschmidt-Trapp und die an diesem Projekt beteiligten Studenten erläuterten, dass der Arzt nur den aktuellen Zustand des Parkinsonpatienten am jeweiligen Behandlungstag, nicht aber den dazwischen liegenden Zeitraum beurteilen kann. Deswegen ist die verordnete Dosierung nicht immer zufriedenstellend.

 

Bei der geplanten Therapiekontrolle werden die Symptome des Patienten im Alltag beobachtet. Der Patient hat Messinstrumente, welche Bewegungsdaten aufzeichnen. Der Patient erhält dadurch Informationen zum aktuellen Zustand, wird zu Übungen aufgefordert, kann jederzeit den Arzt kontaktieren.

 

Die aufgezeichneten Bewegungsdaten werden dem Arzt zur Verfügung gestellt, somit kann der Gesundheitszustand des Patienten besser eingeschätzt werden.

 

Eine sich anschließende rege Fragetätigkeit streifte unterschiedliche Aspekte, z. B.: wann sind die Geräte einsatzfähig? Hat der behandelnde Arzt die erforderliche Zeit?

 

Mehrere Parkis konnten im Anschluss an die höchst interessanten Ausführungen die Messgeräte testen.

 

 

Mittwoch, 26.02.2014

Bewegung - so aktiv sind unsere Teilnehmer

Ein sehr gut besuchter Stammtisch, bei dem Erfahrungen über verschiedene Bewegungsmöglichkeiten ausgetauscht wurden.

 

Über folgende Aktivitäten wurde berichtet bzw. Filmmaterial gezeigt.

 

1.Srt-zeptoring: Geeignet für neurologische Krankheiten wie Parkinson oder MS. Hierüber wurde auch eine Broschüre ausgeteilt. Derartige Geräte sind bei bestimmten Therapeuten nutzbar, u.a. beim AOT-Therapiezentrum, Rheinstraße 44, 76185 Karlsruhe. Michael hat über seine Erfahrungen mit diesem Gerät dort berichtet.

 

2.Andere Parkis machen Gymnastik mit zusätzlichem Krafttraining für Parkinson-patienten in der Waldstadt.

 

3.Eine Selbsthilfegruppe in Landau (Referent anwesend) macht regelmäßig Tanz und zusätzlich Tai-Chi. Hierbei wurde ausdrücklich auf Tango verwiesen, welcher ideal für Parkis wäre.

 

4.Eine Parkinsonpatientin hat sich dem Polizeisportverein Karlsruhe angeschlossen, welcher Sport für Personen mit neurologischen Erkrankungen anbietet.

 

5.Weitere Wortmeldungen gab es zu Aquajogging, Wassergymnastik im Thermarium in Bad Schönborn, Physiotherapie und Logopädie, „Bettgymnastik“ (morgens 20 Minuten vor dem Aufstehen) sowie Seniorengymnastik im Sportstudio.

 

6.Eine Parkinsonsportgruppe bestreitet Life-Kinetik, das sind Gedächtnis- sowie Koordinationsübungen.

 

7.Ein Film über Radfahren hat gezeigt, dass dieser Sport das Fortschreiten der Parkinsonerkrankung verlangsamen kann.

 

8.Als sinnvoll wurde noch Nordic-Walking sowie desssen Abwandlungen erwähnt, vor allem auch im Hinblick auf die Armbewegungen.

 

9.Smovey: Übungen mit Ringen, hierüber wurde ebenfalls ein Film gezeigt. Ein Parki hat auch hier über seine Erfahrungen mit dieser Bewegungsart berichtet.

 

Ein höchst informativer Stammtisch klang mit vertiefenden Gesprächen und einem wohlschmeckenden Abendessen aus.

 

 

Mittwoch, 29. Januar 2014

Was bedeutet Selbsthilfe für mich?

Die Erwartungen und Wünsche wurden diskutiert, "Kümmerer" gesucht und Unterstützung im organisatorischen Bereich gefunden. Vielen Dank an diejenigen, die sich bereiterklärt haben uns zu helfen!